London, April 2010: AIDA – review by magazin Klassik.com

…Musikalisch interessierte bei dieser Neuproduktion vor allem, wie der argentinische Tenor Marcelo Alvarez mit dem Radames zurecht kommen wird. Alvarez, der seine europäische Karriere vor etwas mehr als zehn Jahren begann, hat sein Repertoire – von Rollen wie Nemorino, Arturo und Alfredo ausgehend – mittlerweile erfolgreich Richtung Andrea Chenier, Cavaradossi und Maurizio (‘Adriana Lecouvreur’) ausgedehnt, und auch als Radames gelingt ihm ein Rollenporträt, das unterstreicht, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Das Stimmmaterial hat die dramatische Entwicklung mitgemacht und sein rundes Timbre als auch seine Flexibilität bewahrt, was eine differenzierte Phrasierung nicht nur bei den lyrischen Passagen ermöglicht. Lediglich ein Decrescendo bei dem Schlusston von ‘Celeste Aida’ riskiert der Künstler wie die meisten Radames-Interpreten nicht…

Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

original review: http://magazin.klassik.com/konzerte/reviews.cfm?task=review&PID=3304